21. Juni 2017 Kersten Steinke

Plastikmüll gefährdet unsere Gesundheit

Plastikmüll ist ein ständig wachsendes Problem für die Umwelt, die Gewässer, die Tiere und über die Nahrungskette auch für die Menschen. Millionen Tonnen Plastik schwimmen in den Ozeanen, allein in der Nordsee treiben Schätzungen zufolge 600.000 Kubikmeter Plastikmüll.

Dieser Müll wird kleingerieben, zerfetzt und landet als Mikroplastikpartikel in der maritimen und letztendlich in unserer Nahrungskette. Mikroplastik kann toxische, krebserregende und hormonverändernde Substanzen enthalten, allen voran Weichmacher. Die Abschaffung der kostenlosen Plastiktüte in den Handelsketten kann nur ein Anfang gewesen sein.

Kersten Steinke, Abgeordnete aus Thüringen, begrüßt nun die Entscheidung des Petitionsausschusses im Bundestag, dass insbesondere bei Produkten mit einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch wie Bio-Obst und Bio-Gemüse Plastikverpackungen verboten werden sollen. Eine öffentliche Petition soll an das EU-Parlament zur einheitlichen Regelung in der EU überwiesen werden.

„Leider ist das Prinzip bei Plastik ähnlich dem Atommüll. Probleme, die man nicht sehen oder nicht spüren kann, werden so lange ignoriert, bis sie existentiell und nicht mehr rückholbar werden. Weitere politische Schritte in Sachen Plastikmüllvermeidung müssen folgen.“

Kersten Steinke

Berlin, den 21.06.2017