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Angela Trommer

Gedanken zum 8. Mai

Wir begehen heute den 73. Jahrestag der Befreiung. Diesen Jahrestag zu begehen ist kein leeres Ritual sondern angesichts des rasanten Aufstiegs neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern - Teil des Widerstandes gegen diese Entwicklung.

Um diese Entwicklung zu verstehen muss man sich mit der Geschichte von 1945 an beschäftigen.

So erklärte Bundeskanzler Adenauer In seiner ersten Regie­rungserklärung, die Bundesre­gierung sei entschlossen, »dort, wo es ihr vertretbar erscheint, Vergangenes vergangen sein zu lassen, in der Überzeugung, dass Viele für subjektiv nicht schwer­wiegende Schuld gebüßt haben

Während Adenauer im Februar 1946 noch schrieb:

Nach meiner Meinung trägt das deutsche Volk und seine Bedien­steten eine große Schuld an den Vorgängen im Nazireich sagte er in der Bundestagdebatte im Oktober 1952:

»Wir sollten jetzt mit der Nazirie­cherei einmal Schluss machen!

Bereitwillig wurde dem Gedanken gefolgt, es kam zu umfangreichen Revisionen in Kriegsverbrecher­prozessen, Ämter und Würden wurden wieder hergestellt, nichts ging verloren.

Heute reiben sich manche die Au­gen über Anmaßungen der AfD in den Landesparlamenten und im Bundestag. Geflissentlich wird übersehen , dass die Führenden bereits in der CDU dienten.

Seit 1964 gibt es in der Bun­desrepublik Deutschland eine mit Steu­ergeldern fi­nanzierte neo­faschistische und verfas­sungsfeind­liche NPD, die zu verbieten und ihr die Le­galität zu neh­men politisch nicht gewollt ist. Inzwischen sind funkti­onierende Ersatzorganisationen entstanden wie die Identitären. Sie sind ungehindert die Fußtruppen der AfD geworden. Ein National­sozialistischer Untergrund konnte sieben Jahre unerkannt morden. Eine gefährliche, zum Teil bewaff­nete so genannte Reichsbürgerbe­wegung wird seit Jahren geduldet.

Hass, Aufrufe zu Gewalt sind in den sozialen Netzwerken an der Tagesordnung.

Juden, vermeintliche Ausländer werden zum Feindbild erklärt, Muslime als werden als »absto­ßend und hinterhältig«, Migranten als »Ungeziefer« bezeichnet, dies bleibt nahezu folgenlos.

Wir sollten uns darauf einzustellen, dass antifaschistischen Positionen sachlich und konsequent verteidigt werden müssen.

Frieden und Demokratie sind un­sere höchsten Werte, tun wir alles dafür, sie zu schützen.


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Dietmar Strickrodt

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